Arbeitsrecht in Großbritannien

Referentin

Sybille Steiner
Dr. jur., Rechtsanwältin und Solicitor
Thomas Eggar Part of Irwin Mitchell LLP

 
Termin/Ort

Als Inhouse-Seminar jederzeit buchbar 

 

Teilnahmegebühr

Preis auf Anfrage
 
Kontakt

Tel. 06221/ 16 48 26
Fax 06221/ 16 49 46
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Auch wenn viele Bestandteile des englischen und des deutschen Arbeitsrechts auf europäischem Recht beruhen, so sind die Unterschiede zwischen englischem und deutschem Arbeitsrecht doch oft eklatant. Daher ist es nicht nur wichtig zu wissen, wo die Fallstricke sind, sondern auch, welche Möglichkeiten es für einen Arbeitgeber gibt, Situationen günstig zu gestalten und potentiellen Problemen vorzubeugen.
 
Welche Arten von Arbeitsverträgen gibt es?
 
Im englischen Recht gibt es unbefristete und befristete Verträge. Unbefristete Verträge können unter Einhaltung der Kündigungsfrist beendet werden, wobei die Mindestkündigungsfrist gesetzlich geregelt ist. Die gesetzlichen Mindestkündigungsfristen sind recht kurz: Ein Arbeitgeber muss einem Arbeitnehmer, der mehr als einen Monat aber weniger als zwei Jahre ununterbrochen beschäftigt gewesen ist, mit einer Frist von mindestens einer Woche kündigen. Nach zwei Jahren ununterbrochener Beschäftigung beträgt die Kündigungsfrist des Arbeitgebers eine Woche pro Beschäftigsjahr bis zu einem Maximum von 12 Wochen.
 
Es ist in England ohne weiteres möglich, befristete Verträge abzuschließen. Ein befristeter Arbeitsvertrag kann im Prinzip für jeden Zeitraum abgeschlossen werden. Beschränkungen, wie im deutschen Teilzeit- und Befristungsgesetz gibt es nicht. Wenn ein mit einem befristeten Vertrag beschäftigter Arbeitnehmer Kündigungsschutz erlangt hat, muss es für die Nichtverlängerung eines befristeten Vertrages einen fairen Grund geben und es muss ein faires Verfahren eingehalten werden, sonst hat der Arbeitnehmer unter Umständen einen Schadensersatzanspruch. Ein mehrmals befristeter Vertrag wird im Prinzip nach vier Jahren zu einem unbefristeten Vertrag. Ein befristeter Arbeitsvertrag für einen Geschäftsführer darf allerdings ohne die Zustimmung der Gesellschafter eine Laufzeit von 5 Jahren nicht überschreiten. 

Tagesordnung

9.30 Uhr     Begrüßung der Teilnehmer und Diskussion über ihre Erwartungen

9.45 Uhr     Rahmenbedingungen zum englischen Arbeitsrecht

- Anwendbares Recht

- Territoriale Reichweite des englischen Rechts

10.15 Uhr   Arbeitsvertragliche Regelungen

- Befristet oder unbefristet

- Written statement of terms

- Unterschiede zwischen englischem und deutschem Recht

   (1) Mindestlohn

   (2) Arbeitszeit

   (3) Urlaub

   (4) Lohnfortzahlung im Krankheitsfall

   (5) Wettbewerbsbeschränkungen 

- Schutz von vertraulichen Informationen und Mitarbeiter Know-how

- Garden leave

- Bonus

- Vertragsänderungen

- Beschwerden von Arbeitnehmern

- Disziplinarverfahren

11.00 Uhr   Kaffee- und Teepause

11.30 Uhr   Diskriminierung: direkt / indirekt; objektive Rechtfertigung; Beweisregeln; insbesondere Altersdiskriminierung

12.00 Uhr   Beendigung des Arbeitsvertrages

- Kündigung durch den Arbeitgeber

- Payment in lieu of notice

- Wrongful dismissal

- Unfair dismissal

- Verfahren bei Kündigung

13.00 Uhr   Business Lunch

14.00 Uhr   Beendigung des Arbeitsvertrages (Fortsetzung)

- Betriebsbedingte Kündigung und gesetzliche Abfindung

- Folgen einer unfairen Kündigung

- Eigenkündigung des Mitarbeiters - constructive dismissal

- Vergleichsvereinbarung

- Steuerliche Behandlung von Abfindungszahlungen

15.00 Uhr   Informations- und Konsultationspflichten

15.30 Uhr   Kaffee- und Teepause

16.00 Uhr   Betriebsübergang

- Voraussetzungen

- Wechsel eines Dienstleisters / Funktionsnachfolge

- Kündigungen wegen eines Betriebsübergangs

- Harmonisierung von Verträgen

- Information und Konsultation der Mitarbeiter

- Informationen an das übernehmende Unternehmen

16.45 Uhr   Pensions - auto enrolment

17.00 Uhr   Zuständigkeit der englischen Gerichte und Besonderheiten des englischen Gerichtsverfahrens

17.50 Uhr   Ausblick

18.00 Uhr   Ende der Veranstaltung

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